Als der Erste Weltkrieg im November 1918 zu Ende ging, war auch das Ende jener Staatsform erreicht, die mehr als 1 000 Jahre Mittel- und Osteuropa dominiert hatte: die Monarchie. Drei Kaiserreiche verschwanden, das der russischen Romanow, der österreichischen Habsburger, der deutschen Hohenzollern, dazu die mit diesen eng verbundenen Königskronen von Ungarn, Böhmen, Sachsen, Bayern, Württemberg, Preußen sowie viele, viele Großherzöge, Herzöge, Fürsten und Grafen.

Kaum fünf Jahre vorher dachten nicht einmal kühnste Republikaner an einen so radikalen Umsturz, der nur mit der Selbstauflösung des Heiligen Römischen Reichs seit 1804 vergleichbar ist. Ganz im Gegenteil: Als heute vor einhundert Jahren die Früh- und Sonderausgaben der deutschen Zeitungen mit Fotografien und jubelnden Texten aus Berlin von den Hochzeitsfeierlichkeiten berichteten, die Viktoria Luise von Preußen, die einzige Tochter Kaiser Wilhelm II., und Ernst August (III.), Prinz von Cumberland aus dem Haus Welf-Hannover vermählten, schien die monarchische Welt fit gemacht für eine neue Zeit.

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