Anfragen für filmische Adaptionen seines 1500-Seiten Romans „Die Wohlgesinnten“ lehnt Jonathan Littell ab. Zu groß scheint ihm wohl die Gefahr, dass die Komplexität seines Versuchs über das Böse in handliche Einzelteile zerlegt und verkitscht werden könnte. Nun hat er selbst einen Film gemacht. „Wrong Elements“ ist keine Verfilmung des eigenen Romans, es geht um Afrika, nicht um den Holocaust. Dennoch kreist er um die gleichen Abgründe. Dass es sich um einen Dokumentarfilm handelt, macht das Ganze noch beklemmender.

Littell weiß, wovon er berichtet. Er ist ein Weltreisender in Sachen menschlichen Frevels. Der 1967 in New York Geborene, neben Englisch auch fließend Französisch, Russisch und Spanisch Sprechende, hat für Hilfsorganisationen in Bosnien, Tschetschenien, Afghanistan und im Kongo gearbeitet. 

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