Einer der prägnantesten Momente in der Ginger-Baker-Dokumentation „Beware of Mr. Baker“ von 2012 zeigt den damals 73-jährigen Drummer, wie er schlechtgelaunt und ohne zu zögern dem Regisseur des Films mit einem Spazierstock die Nase bricht. Auch sonst erlebt man in dem Film den Künstler als einen Mann, dessen Missgunst gegenüber Freund, Feind und Familie ungefähr der Heftigkeit entspricht, die ihn einst an der Trommel berühmt gemacht hat. In der sogenannten Supergroup Cream tobte sich Baker ab 1966 für drei kurze Jahre in sehr energischen, sehr lauten und sehr langen Einsätzen aus. An die 13 Minuten ballerte er sich allein durch das Livesolo seines Parade-Instrumentrals „Toad“, führte damit das Drumsolo im Rock ein und galt – man maß das damals mit der Stoppuhr – als bester Rockdrummer der Welt. Wild wirbelten die Sticks, die sehnigen Arme und die Füße an gleich zwei Bassdrums. Und natürlich war Baker wie seine Bandkollegen, der Langstreckengitarrist Eric Clapton und das Bassmonster Jack Bruce, stark gedopt.

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