Die Sängerin Sarah Connor ist beim geplanten Stadionkonzert dabei.
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DüsseldorfAm 4. September will der auch in Deutschland stationierte amerikanische Konzertveranstalter Live Nation ein Zeichen gegen die lange Corona-Zwangspause setzen. „Give Live A Chance“ lautet das Motto der angekündigten Großveranstaltung. Mit einem Stadionkonzert in der Merkur Spiel-Arena in Düsseldorf soll nach fünf Monaten globaler Pause der Lockdown in Deutschland und darüber hinaus enden. 

Der Sänger und Songwriter Bryan Adams ist der internationale Star des sogenannten Restarts, unterstützt wird er von in Deutschland hinlänglich bekannten Showgrößen wie Sarah Connor, Rea Garvey, The BossHoss, Joris und Michael Mittermeier. Zugelassen werden sollen zu diesem Stadionkonzert 13.000 Fans, Grundlage des Konzerts seien umfassende Maßnahmen im Hinblick auf den Infektionsschutz, heißt es in einer Mitteilung des Veranstalters Live Nation. „Give Live A Chance“ präsentiere alle Teilnehmer mit komprimierten, knackigen Auftritten innerhalb eines rund 150-minütigen Programms – ohne Pausen, teilweise im „Unplugged-Format“.

„Das ist das Zeichen, auf das Fans, Künstler und Crews sowie die gesamte Musikindustrie sehnsüchtigst gewartet haben“, erklärte Live-Nation-Germany-CEO und „Give Live A Chance“-Veranstalter Marek Lieberberg. „Wir machen die Tür auf für die Renaissance der Livemusik, der wir mit diesem Konzert endlich die verdiente Chance zum Neustart geben. Wir sind sicher, dass unser Publikum enthusiastisch, tolerant und verantwortungsbewusst damit umgehen wird.“

Grundlage zur Ermöglichung eines solchen Events sei ein mit den Behörden abgestimmtes umfangreiches Gesundheits-, Hygiene- und Sicherheitskonzept. „Die Synchronisation mit den Düsseldorfer Behörden und der Merkur Spiel-Arena war für uns von Anfang an Grundlage dieses Projekts“, so Lieberberg. „Dies werden wir während und nach der Veranstaltung fortsetzen, um ein positives Beispiel zu geben, wie Großveranstaltungen in Zeiten von Corona aussehen können.“ Indes widersprach NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) noch am Freitag. Es gebe „begründete Zweifel an der rechtlichen Grundlage“ des in Düsseldorf geplanten Konzerts. Das Konzept sei nicht mit dem Land abgestimmt worden, erklärte er.