Berlin - Mit einer neuen Plattform sollen Hilfsangebote für Kulturschaffende aus der Ukraine einfacher werden. Dafür hat das Goethe-Institut zusammen mit der Organisation Artists at Risk eine Koordinations- und Vermittlungsstelle eingerichtet. Die deutsche Kulturszene habe mit großer Solidarität und zahlreichen Hilfsangeboten wie Stipendien, Arbeitsaufenthalten oder Ateliers auf den Krieg in der Ukraine reagiert, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung des Goethe-Instituts, das für Deutschland international als kulturpolitisches Aushängeschild fungiert.

Die Angebote sollen gebündelt und „zielgerichtet an Kulturschaffende aus der Ukraine vermittelt“ werden. Dazu werden Unterstützungsangebote aus Deutschland zentral erfasst. Anschließend vermittelt ein kuratierendes Team passende Profile von geflüchteten Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturschaffenden aus der Ukraine an diese Institutionen. Auf der Seite www.goethe.de/ukraine-hilfe können sich den Angaben zufolge auch geflüchtete Kulturschaffende aus der Ukraine registrieren.

„Stehen keine eigenen Mittel zur Verfügung, können sich Institutionen außerdem beim Goethe-Institut um finanzielle Zuschüsse für Unterkunfts- oder Produktionskosten bewerben“, hieß es. Der Unterstützungsfonds des Goethe-Instituts ist vor allem für Unterkunfts- oder Produktionskosten gedacht. Kunst- und Kulturinstitutionen können für zwei bis sechs Monate 2000 Euro monatlich beantragen.

Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, sprach von großer Solidarität, mit der auf die Notlage in der Ukraine reagiert worden sei. „Viele Kultureinrichtungen haben Kulturschaffende aufgenommen.“ Die Angebote könnten nun ausgebaut und nachhaltig gestaltet werden.

Das Goethe-Institut mit 158 Instituten in 98 Ländern ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an weiteren Orten verfügt das Institut nach eigenen Angaben international über rund 1000 Anlaufstellen.