„In den Kisten ist nur Krempel“, sagt Götz Heymann, „meine Arbeit sieht man in den Filmen.“ Das gehört wohl zur Berufsehre für einen Szenenbildner. Aber beeindruckend ist es doch, was da demnächst ins Archiv wandert. Ein Foliant mit wundersamen Skizzen kommt ans Licht, für „Der Sturzflieger“ (1993) mit Götz George. „Meine Niederlage“, wie Heymann vorausschickt, denn von der visionären Pracht des geplanten Science-Fiction-Epos – liebevoll ausgearbeitet im eleganten Art-Deco-Stil – sieht man nicht mehr viel im Film. Das Riesenbudget schrumpfte mit jedem Monat der dreijährigen Produktionszeit, die Dreharbeiten wanderten von den Defa-Studios zur Bavaria nach München. Am Ende stand eine dürftige Weltraumklamotte, die ihrem Namen auch an der Kasse alle Ehre machte.

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