Der deutsche Schauspieler Daniel Brühl kann sich für seine Rolle als Rennfahrer Niki Lauda in „Rush“ Hoffnungen auf einen Golden Globe machen. Brühl wurde in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ für einen der begehrten Filmpreise nominiert, wie der Verein der Auslandspresse in Hollywood am Donnerstag mitteilte. Der Film von Regisseur Ron Howard hat außerdem Chancen auf die Auszeichnung als bestes Filmdrama.

Die Golden Globes werden am 12. Januar in einer großen Gala in Beverly Hills verliehen und gelten als wichtiges Stimmungsbarometer für die Oscars. Favoriten bei der 71. Vergabe der Filmpreise der Hollywood-Auslandspresse sind mit je sieben Nominierungen das Sklavendrama „12 Years a Slave“ und die Krimikomödie „American Hustle“. Das Roadmovie „Nebraska“ wurde fünf Mal für eine der begehrten Trophäen nominiert, das Piratendrama „Captain Phillips“ und der Weltraum-Thriller „Gravity“ sind in je vier Kategorien im Rennen.

„Rush“ handelt von dem Konkurrenzkampf, den sich der Österreicher Lauda und der britische Rennfahrer James Hunt (gespielt von Chris Hemsworth in der männlichen Hauptrolle dieses Films) in den 70er Jahren in der Formel Eins lieferten. Der Streifen tritt in der Königskategorie „Bestes Drama“ gegen „12 Years a Slave“, „Gravity“, „Captain Phillips“ sowie den britischen Film „Philomena“ an, der sich um die Suche einer Mutter nach ihrem lang verlorenen Sohn dreht.

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Brühl konkurriert unter anderem mit Bradley Cooper („American Hustle“) und Michael Fassbender („12 Years a Slave“) um die Ehrung für die beste männliche Nebenrolle. Am Mittwoch hatte Hollywoods Schauspielverband (SAG) den deutschen Schauspieler bereits bei seinen Filmpreisen in dieser Kategorie nominiert. Der 35-Jährige gilt damit auch als Anwärter auf eine Oscar-Nominierung, die am 16. Januar verkündet werden.

In der Sparte „Bester männlicher Hauptdarsteller“ können sich Chiwetel Ejiofor („12 Years A Slave“), Idris Elba („Mandela - Der lange Weg zur Freiheit“), Tom Hanks („Captain Phillips“), Matthew McConaughey („Dallas Buyers Club“) und Robert Redford („All Is Lost“) Hoffnungen auf einen Golden Globe machen. Für die beste weibliche Hauptrolle wurden Judi Dench („Philomena“), Emma Thompson („Saving Mr. Banks“), Kate Winslet („Labor Day“), Cate Blanchett („Blue Jasmine“) und Sandra Bullock („Gravity“) nominiert.

Im Rennen um den besten fremdsprachigen Film ist unter anderem „Blau ist die wärmste Farbe - La Vie d'Adèle“. Das Drama des französisch-tunesischen Regisseurs Abdellatif Kechiche über die Liebe zweier junger lesbischer Frauen hatte im Mai beim Filmfestival von Cannes die begehrte Goldene Palme gewonnen.

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