Der deutsche Film- und Fernsehpreis „Goldene Kamera“ wurde am Samstagabend zum 52. Mal verliehen – und hat bei so manchem Gast in den Hamburger Messehallen für Fremdschäm-Momente gesorgt.

Zur diesjährigen Verleihung kamen 1000 Prominente, Stars und Sternchen, von denen viele bei einigen Szenen teilweise fassungslos die Köpfe schütteln mussten.

Ungläubige Gesichter während Laudatio

Der Fremdschäm-Moment des Abends ging dabei an die beiden Laudatoren Annette Frier und Matthias Matschke, die die Kategorien „Bester Schauspieler National“ und „Beste Schauspielerin National“, mit einer sehr eigenwilligen Performance ankündigten. Matthias Matschke kam als lebensgroßer Gewinnerumschlag auf die Bühne und gab zusammen mit Annette Frier eine peinliche Tanzeinlage.

Colin Farell, der kurz vorher seinen Preis als bester internationaler Schauspieler entgegengenommen hatte, war nur einer von vielen Gästen im Publikum, die sich das Spektakel verwirrt ansahen. Farell hielt sich zeitweise sogar die Hand vor seine Augen und schüttelte den Kopf.

Die Reaktionen im Netz waren ähnlich.

Comedian Oliver Polak kam im „Anzug“

Auch in Sachen Dresscode gab es einen großen Aufreger. Comedian und Autor Oliver Polak erschien im Jogging-Anzug auf dem Roten Teppich. Seine Erklärung: „Auf meiner Einladung stand: Anzug. Also habe ich einen guten Jogging-Anzug angezogen. Man sollte sich so kleiden wie man sich fühlt. Am liebsten wäre ich eigentlich nackt gekommen. Vielleicht nächstes Jahr.“

Joko und Klaas „infiltrieren“ die Preisverleihung

Den Vogel abgeschossen haben allerdings die beiden Comedians Joko und Klaas.

Moderator Steven Gätjen kündigte den Hollywood-Star Ryan Gosling an, der den Preis „Bester Film International“ für seinen neu erschienenen Musical-Film „La La Land“ entgegennehmen sollte. Auf die Bühne trat dann allerdings ein Doppelgänger Goslings und sorgte für fragende Gesichter in der Live-Show. Später kam heraus: Joko und Klaas hatten die Veranstalter hereingelegt. Diese gratulierten zähneknirschend zu dem Streich und kündigten sogleich an: „Nächstes Mal sind wir dran, man trifft sich ja bekanntlich immer zwei Mal im Leben.“ (mit dpa)