Der verstorbene Schlagzeuger Tony Allen ist auf einem Lied der Gorillaz zu hören. 
Foto: Warner Music

Es klingt wie das Line-up des Coachella Festivals: Pop-Legende Elton John, Cure-Frontmann Robert Smith, Multiinstrumentalistin St Vincent, Rockerin Joan as Police Woman und natürlich Hip-Hopper wie ScHoolboy Q – die virtuelle Band Gorillaz versammelt auf ihrem siebten Album „Song Machine: Season One: Strange Timez“ insgesamt 17 Künstler der urbanen Popwelt.

Das mag an dem Musikgeschmack von Frontmann Damon Albarn liegen – den ältere Hörer aus seiner Zeit bei Blur kennen –, doch hat Albarn in den letzten 20 Jahren bewiesen, dass sein Gorillaz-Projekt mit Comic-Zeichner Jamie Hewlett mehr ist als nur die Ansammlung von Musikern unter einem Pseudonym, die dann als Comicgestalten in realen Musikvideos erscheinen. Die Gorillaz haben es geschafft, sich ihre eigene Welt zu kreieren. Musikrichtungen wie Trip Hop, Leftfield, Dream Pop oder Grime finden unter Wasser, in Wüsten oder vor grauen Fassaden statt; Künstler, die sonst nicht zusammengearbeitet hätten, reißen stellenweise aktuelle Themen an. Dennoch klingt es nie nach unserer Realität und nach den Gästen, die die Gorillaz gerade eingeladen haben, sondern immer nach den Gorillaz und ihrem eigenen Universum.

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