Greta Thunberg ist froh, nach einem Jahr der Abstinenz wieder zur Schule zu gehen.
Foto: Imago Images/Michael Baucher

Greta Thunberg (17) geht wieder zur Schule! Das teilt uns die schwedische Klima-Aktivistin per Twitter mit und veröffentlichte dazu ein Foto, das sie mit einer Schultasche auf dem Rücken und mit den Händen auf einem Fahrradlenker zeigt. Im August 2018 hatte Thunberg mit ihrem „Schulstreik fürs Klima“ begonnen, woraus unter dem Namen „Fridays for Future“ schon bald eine weltweite Bewegung für mehr Klimaschutz entstand. In dieser Zeit setzte sie ihre Schulausbildung lediglich per Fernunterricht fort. Nun aber freut sie sich offenbar, wieder die Schulbank zu drücken: „Mein schulfreies Jahr ist vorbei, und es fühlt sich so toll an, endlich wieder zur Schule zu gehen!“

Im Schuljahr 2019/2020 blieb für Thunberg keine Zeit mehr, um an ihrem Schulabschluss zu arbeiten. Sie wollte sich sich ganz auf ihren Einsatz für den Klimaschutz konzentrieren und bereiste die ganze Welt – Papstbesuch inklusive. Sie segelte über den Atlantik nach New York, um während der Generaldebatte der Vereinten Nationen im September den versammelten Staatenlenkern in einer wütenden Rede massive Versäumnisse beim Schutz des Erdklimas vorzuwerfen: How dare you! Nebenbei traf sie auch noch Barack Obama und wurde zur Frau des Jahres gekürt. Nach ihrer Rückkehr im Segelboot über den Ozean nahm Thunberg dann im Dezember an der UN-Klimakonferenz in Madrid teil.

Ein hübsches klimaaktivistisches Potpourri. Noch in der vergangenen Woche traf Thunberg gemeinsam mit anderen Aktivisten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin, um auf mehr Engagement für den Klimaschutz zu dringen. Damit ist jetzt erst einmal Schluss. Wo genau sie zur Schule geht, wollte Thunberg nicht verraten. Verständlich. Ob sie die aufregende Aktivisten-Zeit vermissen wird? So ganz kann sie davon nicht lassen: In Stockholm, ihrer Heimatstadt, sind die Sommerferien bereits seit Mitte letzter Woche vorbei – da weilte die Aktivistin aber noch demonstrierend in Berlin. Kurzum, Thunberg kam zu spät zur Schule.

Leslie Mandoki (67) sieht sich auch als Aktivist. Auf seiner Website hat der Musiker einen flammenden Appell veröffentlicht, der nicht mit den einschlägigen Keywords aufgeregter Polit- und Kulturdebatten geizt: „Unsere Gesellschaft in Deutschland und in der Welt ist gespalten. Die Pandemie hat uns mit aller Wucht aus unserer Komfortzone herausgeschleudert und hoffentlich platzen nun all die Filterblasen und uns gelingt die Flucht aus unseren individuellen Echokammern.“ Komfortzone, Filterblase und Echokammer? Das ist Mandokis eigentliches Anliegen: Er will mit seinem Song „Wake Up“ die Menschen in Europa zum gesellschaftlichen Zusammenhalt aufrufen.

Das ist allerdings nicht als übliche Berieselungsübung, sondern als Mitmachprojekt gemeint: Alle sind aufgefordert, das Lied selbst zu singen, sich dabei auf Video aufnehmen und die Beiträge über Mandokis Homepage einzuschicken. Aus allen Einsendungen soll dann ein gemeinsames Video zusammengeschnitten werden – eine Art schön arrangiertes Flickwerk. Die Corona-Pandemie habe Probleme und Krisen offengelegt, die Gesellschaft sei gespalten. Musik könne Menschen einen, lesen wir bei Mandoki. Das Lied „Wake Up“ hat er unter anderem mit dem Trompeter Till Brönner und dem Gitarristen Al Di Meola aufgenommen sowie dem Sänger Ian Anderson, Peter Maffay und Jesse Siebenberg.

Die politische Agenda Mandokis, den wir vielleicht noch als Mitglied der Gruppe Dschinghis Kahn in Erinnerung haben, könnte kaum größer sein: „Wir stehen vor immensen Herausforderungen in Zeiten von Klimawandel, vermüllten Meeren, Welternährungsfragen, atomarer Wiederaufrüstung und dem Wiedererwachen von Rassismus und Antisemitismus. Auch Generationengerechtigkeit muss mehr denn je ein zentrales Leitmotiv werden. Jetzt haben wir die Möglichkeit, eine konstruktive Korrektur unseres gesellschaftspolitischen Leitbildes vorzunehmen, damit die Menschen im Mittelpunkt, die Achtsamkeit über der Gleichgültigkeit und die Menschlichkeit über der Gier stehen.“

Beyoncé (38) hat eine politisch-ästhetische Mission und zeigt dies auch in ihrem neuesten Werk, dem Video zu dem Song „Brown Sugar Girl“, in dem sie die Schönheit und die Stärke und den Stolz schwarzer Frauen lobpreist. Hier treten unter anderem das Topmodel Naomi Campbell (50), Oscar-Preisträgerin Lupita Nyong’o (37) und ihre ehemaligen Destiny’s-Child-Kollegin Kelly Rowland (39) auf. In dem Video heißt es: „Baby, kenne deinen Wert, ich liebe alles an dir, von deinen krausen Locken bis zu jeder einzelnen Kurve.“ Und: „Deine Haut ist nicht nur dunkel – sie strahlt und erzählt deine Geschichte.“ Im Refrain singt die Sängerin „deine Haut ist wie Perlen“.

Das Lied ist Teil des Albums „The Lion King: The Gift“ aus dem vergangenen Jahr. Beyoncé veröffentlichte das Video am Montag auf YouTube, seitdem wurde der der Clip schon mehr als zwei Millionen Mal abgespielt.