Das Gericht hat eben entschieden!“ Wie aufgeschreckte Hühner läuft an diesem lauen Montagabend vor dem Athener Amtssitz von Premierminister Antonis Samaras plötzlich eine halbes Dutzend Reporter vor die Kameras, um die Nachricht in Live-Schalten zu verkünden. Ganz Hellas hat auf den Erlass der Einstweiligen Verfügung des Obersten Verwaltungsgerichts im Lande gewartet. Auch der Athener Koalitionsgipfel, der da schon über eine Stunde währt, ist extra unterbrochen worden, um davon Kenntnis zu nehmen.

Doch wer glaubte, das hohe Gericht würde im spektakulären Fall um die von Samaras vorige Woche handstreichartig veranlasste Abschaffung von Griechenlands öffentlich-rechtlichem Fernseh- und Rundfunksender ERT Klarheit schaffen, der irrte. Seit Bekanntwerden der ominösen Einstweiligen Verfügung streiten sich die Athener Koalitionspartner, Oppositionsparteien, Juristen und Journalisten darüber, wie es mit dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen und Rundfunk in Griechenland konkret weitergehen soll.

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