Landestheater Landshut (Symbolfoto) 
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BerlinMeine kulturelle Biografie schlug einen euphorischen Haken, als der Prinz in der Grimm-Adaption „Dornrose“ der Theatergruppe Kasoka einen Rumpf mit Armen und einen Unterleib mit Beinen bekam, sich erhob, die schlafende Schöne küsste und aufschwebte zu Musik von Frank Zappa. Es handelte sich um eine Großpuppe, die von drei Spielerinnen geführt wurde: eine den Kopf und eine Hand, eine den Rumpf und die andere Hand, die dritte die beiden Füße. Ich liebte sie alle drei − und identifizierte mich mit dem von ihnen belebten Macho. Bis dahin traten in dem Stück Klappmaulpuppen mit Federbettkörpern auf, die jeweils nur eine Puppenspielerin brauchten. Die Verlebendigung durch eine Gruppe − das ist das Prinzip Großpuppe − ist ungleich magischer. Am Donnerstag zeigen Puppenspielstudierende, ob sie es können.

Vorspiel Szenenstudium Großpuppe 19 Uhr, HfS, Zinnowitzer Str. 11