Dass Rolando Villazón nach seiner Stimmkrise nie wieder zu alter Form gefunden hat, ist für uns aus zwei Gründen bedauerlich. Erstens war er einer der besten Spinto-Tenöre seiner Zeit, zweitens betätigt er sich jetzt als einer der schlechteren Opernregisseure. Und so, wie seine Stimme ein Opfer seiner Energie und seines Übermuts wurde, so ist seine „Fledermaus“ an der Deutschen Oper das Werk zielloser Energie und Selbstkritik-freien Übermuts. Wenn Villazón am Ende heftige Buhs hört, streckt er sich mit stolzer Brust in den Protest, setzt sich eine rote Nase auf, als sollten wir das alles nicht ernst nehmen. Was soll der Quatsch?

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