Der pompöse Stern des polnischen Weißadlerordens aus dem Grünen Gewölbe
Foto: DPA

Berlin - Seit zu Beginn der Woche der Diebstahl von Juwelen im Grünen Gewölbe in Dresden bekannt wurde, erleben wir ein Musterbeispiel für das, was Kunst- und Kulturhistoriker als „Konstruktion von Identität“ bezeichnen. Da wurde von den „Kronjuwelen“ Sachsens gesprochen, von einem „Anschlag auf die Identität Sachsens“, vom „Herz der Sachsen“, das „zerrissen“ sei. Man sprach weihevoll von den „Menschen des Freistaats“, die diese Broschen, Orden, Schmuckknöpfe oder den diamantenüberkrusteten Degen August des Starken angefertigt haben und derer nun „beraubt“ worden seien. Kulturstaatsministerin Monika Grütters beschwor die Juwelen gar als Teil „unserer nationalen Identität als Kulturnation“. Kaum einmal am Rande aber kam Europa wenigstens als Wort vor, von der restlichen Welt ganz zu schweigen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.