Sie diskutierten über die Zukunft der Kinder, aber es ging um etwas ganz anderes: die Wahlfreiheit der Erwachsenen. Denn die Möglichkeit, zwischen einem Kitaplatz für den einjährigen Kevin und die zweijährige Marie-Lou und einer privaten Betreuung zu wählen, ist das zentrale Argument derjenigen, die wie der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt das „Betreuungsgeld“ für eine gute Sache halten. Aber auch für die, die wie Christa Müller von den Linken den vorgesehenen Betrag als Kleingeld  abtun, und jene, welche wie die mecklenburg-vorpommerische SPD-Sozialministerin Manuela Schwesig die  Gesamtfördersumme von 2,1 Milliarden Mark lieber ohne Umweg in die Kita-Förderungen stecken würden, berufen sich ein zentrales Gut der Demokratie: die Wahlfreiheit.

Ab August 2013 werden Eltern von ein- und zweijährigen Kindern ihren Kitaplatz einklagen können. So will es das Gesetz. Aber was ist das für eine Wahlfreiheit, wenn Eltern bei Kita-Castings antreten müssen, um einen der raren Plätze zu ergattern?

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