Muss sich warm anziehen: Guildo Horn bei seiner schweißtreibenden Bühnenschau.
Foto: Imago Images/C. Hardt

Guildo Horn (57) singt den Blues, den Corona-Blues, um genau zu sein. Der Schlagersänger unseres Herzens vermisst die Konzerte, „das ganz nahe, schweißtriefende Horngetue auf der Bühne“, und damit auch die entsprechenden Fitnesseinheiten: „Ich werde auch immer bauchiger um den Bauch, trage quasi einen Coronaranzen.“ In jedem Fall fühlt sich der Künstler komplett unterfordert, er habe zwar auch ein paar Drive-In-Konzerte gespielt und Danke-Ständchen für Social Media und fürs Radio gesungen – aber das sei nicht dasselbe.

Vor allem aber ärgert er sich über den heiligen Corona-Ernst, als verdienter Lebenskünstler werde man nicht mehr wertgeschätzt. Die Unterteilung in systemrelevant und nicht habe ihn geschmerzt, so Horn, und stellt klar: „In einem Gesellschaftssystem ist jeder relevant!“ Und für jemanden wie ihn, der Frohsinn und Kurzweil unter die Menschheit bringen will, gelte das „in diesen strammen Zeiten“ doppelt und dreifach mehr. Beinahe schon resigniert gibt Horn zu Protokoll: „Mein Resthaar bis hin zum Inneren des Torsos ergraut.“ Schlimm!

Okay, wir wollen das Anliegen des Mannes nicht kleinreden, im Gegenteil, sondern hinter jedem seiner Äußerungen einen großen Haken machen. Auch und gerade, wenn er darauf hinweist, wie sehr die Corona-Pandemie der ganzen Branche, mehr oder weniger allen Künstlern, schweren Schaden zufügt. Dennoch gibt Horn zu, dass die größte Belastung im Lockdown ganz woanders liege. Für ihn besteht sie im „modernen Zweikampf Homeoffice und Homeschooling“. Mit zwei kleinen Kindern sei dies eine „extrem große Aufgabe“.

König Philippe (60) und Königin Mathilde (47) hätten möglicherweise auch Grund zum Corona-Jammer, müssen aber ihrem Land dienen. Eben deswegen haben die belgischen Monarchen am Wochenende mit einer Fahrradtour für Reisen in die Provinz Limburg geworben. Das Radroutennetz dort sei mehr als 2000 Kilometer lang, hieß es auf der Website des Königshauses zu Fotos von dem Familienausflug. Das amerikanische Magazin Time habe Limburg deswegen sogar in eine Liste der 100 besten Orte der Welt aufgenommen.

Durchs flache Land von Limburg: Königin Mathilde von Belgien und König Philippe von Belgien während einer Fahrradtour am Wochenende.
Foto: dpa/Dirk Waem

So geht erfolgreiches Marketing – auf dass nun die Touristen in Scharen die schöne Provinzregion Limburg durchradeln. Bleibt anzumerken, dass es sich bei der royalen Fahrradtour um einen Familienausflug mit den Kindern Elisabeth (18), Gabriel (16), Emmanuel (14) und Eléonore (12) handelte, und dass alle einen Fahrradhelm trugen. In jeder Hinsicht vorbildlich!

Judith Rakers (44) möchte sich ebenfalls ins rechte Licht rücken, dafür wendet die Tagesschau-Sprecherin allerdings einen echt gemeinen Trick an. Auf ihrem Instagram-Account versprach sie jetzt: „So sehe ich aus, wenn ich richtig fertig bin. Und zwar klitschnass geschwitzt.“ Das aber tat sie nur, um uns dann doch zu zeigen, wie gut sie selbst bei handwerklich einigermaßen schwerer Arbeit aussieht und wie sehr sie ihre Tiere, insbesondere ihre Hühner liebt. Wir sehen die Frau nämlich beim Bau eines neuen Hühnerstalls in ihrem Garten.

Das schwingt einiger Stolz mit: „Ich habe heute den neuen Hühnerstall von innen mit Kalkfarbe gestrichen.“ Und sogleich fügt die Bauherrin und Tierfreundin hinzu, sie habe das zwar zum ersten Mal gemacht, „aber es hat funktioniert“. Kurzum: „Ich gebe mein Bestes, um den Hühnern ein schönes Zuhause zu ermöglichen.“ Echte Hühnerliebe!

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