Einen seiner ersten internationalen Filmpreise erhielt der Japaner Sion Sono 2006 von den Lesern einer deutschen Tagezeitung. Sie hatten ihren Publikumspreis „Strange Circus“ zugesprochen, einer Entdeckung im Berlinale-Forum. In einer eigentümlichen Mischung aus Autorenfilm und offensiv erotischem Genrekino erzählte „Strange Circus“ von einer jungen Autorin und der Neugier ihres Assistenten, der tief in ihr Vorleben eintaucht. In der Zwischenzeit ist Sion Sono zu einem gefragten Festivalregisseur geworden. Immer wieder staunt man, wie leichthändig er disparate Stimmungen zusammenfügt.

Die Dreiecksgeschichte „Love Exposure“ (2010), sein größter internationaler Erfolg, war eine Tour de Force aus allem, was dem Kino heilig und unheilig ist: Humor und romantisches Pathos trafen sich da, Sex und Religiosität. Sionos neuester Film „Himizu“, der noch nicht in deutschen Kinos lief, ist schließlich eine tragische Liebesgeschichte, gefilmt an den Originalschauplätzen der Tsunami-Katastrophe. Man muss auf alles gefasst sein bei Sion Sono.

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