Gus Dapperton inszeniert sich gern für seine Musik.
Foto: Jens Farran

In der Musikbranche geht es längst nicht mehr um Songs. Das weiß Brendan Patrick Rice genau. Und irgendwie wäre das dem 23-jährigen Musiker wohl auch zu wenig, zu langweilig. Denn der New Yorker liebt es, Musik, Videos, Kleidung, Artwork und Social Media aufeinander abzustimmen. Dabei setzt er zumeist auf bunte Farben und auf die immer noch angesagte Retro-Nostalgie, die zwischen 1980er-, 90er- und den frühen 2000er-Jahren hin und her changiert. Das ist zwar nicht neu, doch es funktioniert.

Unter seinem Künstlernamen Gus Dapperton hat er so schon einige Lieder auf nennenswerten Plattformen platziert. Das lethargisch angehauchte Pop-Lied „Supalonely“ mit Benee etwa, das millionenfach auf Tiktok lief. Oder die Dream-Pop-Ballade „Of Lacking Spectacle“, die in der erfolgreichen Netflix-Serie „Tote Mädchen Lügen Nicht“ zu hören ist. Andere Lieder wie das R’n’B-verzierte Pop-Stück „World Class Cinema“ bewegen sich auf YouTube längst in der Millionen-Marke. Ein Grund auch, warum Kritiker bei seinem 2019 erschienen Debütalbum „Where Polly People Go to Read“ von einem Internetphänomen sprachen. Doch sieht er sich selbst als solches?

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