Berlin„Hallo, hallo, hier Königs Wusterhausen auf Welle 2700“: Mit diesen Worten wurde ein „kleines, bescheidenes Weihnachtskonzert“ angekündigt, das von einer Funkanlage vor den Toren Berlins über den Äther ging. Vor 100 Jahren, am 22. Dezember 1920, lag hier die Wiege des deutschen Rundfunks.

Das kleine Kammerkonzert der Königs Wusterhausener war zunächst lediglich eine Pioniertat von einigen technikbegeisterten Tüftlern, sollte sich aber als ein Meilenstein auf dem Weg zum Radio in Deutschland erweisen. Fünf Angestellte der Deutschen Reichspost hatten sich in der Hauptfunkstelle Königs Wusterhausen versammelt, um in kleiner Besetzung mit Klarinette, Harmonium, Geige, Cello und Klavier zu musizieren. Kurz vor Weihnachten spielte das Quintett klassische Festtagslieder, außerdem trugen sie Gedichte vor und sangen „Stille Nacht, heilige Nacht“.

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