Hannover - Es sollte ein Fußballabend im Zeichen des Friedens werden, doch das Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und Holland musste wegen erheblicher Sicherheitsbedenken abgesagt werden. Auch Helge Schneider war vom Alarm betroffen, seine Lesung in Hannover konnte nicht stattfinden. Zurück in seinem Hotel nahm der 60-jährige Entertainer daraufhin eine bemerkenswerte Videobotschaft auf, die er auf seinem Facebook-Profil veröffentlichte.

Mit ruhiger Stimme erklärt er darin, dass er seinen Auftritt wegen der drohenden Gefahr canceln musste. Statt das Ganze zu dramatisieren oder gar besorgt zu wirken, tut er dies mit dem ihm üblichen Witz. "Jetzt bin ich in meinem Hotel und esse eine Mandarine. Man sagt, Vitamine seien gesund."

"Dann komm ich Donnerstag wieder!"

Er habe nicht daran gedacht, dass es eines Tages so kommen würde, dass er etwas absagen müsse. Schließlich sei er durchtrainiert und fit. Doch dann gibt er sich kämpferisch. "Wenn das so weitergeht, und ich morgen auch nochmal absagen muss, dann komm ich Donnerstag wieder", so Schneider.

Abschließend schaut er noch eine Weile in die Kamera, isst weiter seine Mandarine, eher er in die Mitte seines Zimmers geht und noch ein paar urkomische Kung-Fu-Bewegungen vollführt. Diese demonstrative Nonchalance, diese Absurdität ist es, die seine Botschaft so besonders macht.

Natürlich muss man die Ereignisse ernst nehmen, doch sollten wir nicht in Panik verfallen. Und vor allem nicht vergessen, was uns ausmacht: Unsere Werte, unsere Kultur. Die können und dürfen wir uns nicht kaputt machen lassen. Es ist dieser geforderte Trotz, der in den letzten Tagen so oft thematisiert wurde: Um die Opfer trauern, aber das Leben leben. Jetzt erst recht.

Eine Facebook-Nutzerin brachte es unter Schneiders Beitrag auf den Punkt: "Auch wenn die Lage erschreckend ist, bringst du mich als Hannoveranerin mit deinem Humor gerade ziemlich zum Lachen." Dafür: Danke, Helge Schneider!