Hans Ticha in seinem Atelier im Maintal-Hochstadt.
Hans Ticha in seinem Atelier im Maintal-Hochstadt.
Foto:  Galerie Läkemäker/Johannes Zielke

Schwerin/Rheinsberg – Formal lässt etliches in diesen Bildern bis 1989 an die Pop-Art des Westens denken. Und doch ist vieles anders, vor allem die inhaltliche Stoßrichtung. Es geht da noch lange nicht um Ironie gegenüber der kapitalistischen Überflussgesellschaft und deren Konsumwahn, auch nicht um Spießbürgertum. Ticha klebte bis zum Ende der DDR die verratenen Ideale und verlogenen Rituale der „Sieger der Geschichte“ auf Pinsel und Siebdruck-Schablonen, provokant, ganz  im Stile des Agit-Prop. So entstanden der signal- und boshafte „Hochruf“, 1982, als Kommentar auf das Totalitäre des Systems, und die „Alles-Hörer“ mit riesigen Ohren, als Anspielung auf die Stasi.

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