Für den guten Zweck: Meghan und Harry beim Gärtnern.
Foto: Twitter/TheLeague_LA

Prinz Harry, 35, und Herzogin Meghan, 39, haben es bei ihren fortgesetzten Versuchen, sich ein postroyales Geschäftsmodell aufzubauen, auch nicht leicht. Klar, sie wollen und müssen sich nach ihrem als „Megxit“ bezeichneten Weggang aus dem britischen Königshaus ein Betätigungsfeld suchen. Aber das geht auch mal schief: Unlängst besuchten sie eine Vorschule in Los Angeles und machten sich dort sogleich über die Schulbeete her. Hingebungsvoll knieten die beiden auf dem Boden, wie bei Twitter veröffentlichte Fotos zeigen, setzten unter anderem Petunien und kalifornische Wildblumen in die Erde, lasen nach getaner Gartenarbeit den Kindern noch einige pflanzen- und gartenkundliche Bücher vor …

Vorbildlich, mehr Charity geht nicht, schließlich nutzten Harry und Meghan ihre Prominenz, um einer guten Sache viel öffentliche Aufmerksamkeit und damit auch Unterstützung zu sichern. Aber wo bei unserem postroyalen Power-Paar die Charity ist, darf auch der Gossip nicht fehlen. Und so beschwerten sich bei Twitter etliche Eltern darüber, dass sie aufgrund der Covid-19-Richtlinien die Schulen ihrer Kinder nicht betreten dürften. Überhaupt, so ein anderer Nutzer, würden Meghan und Harry auch die Corona-Abstandsregeln nicht beachten, wie auf einigen Fotos zu sehen sei. Maske hin oder her: „Diese beiden tauchen einfach auf und brechen die Regeln, wann immer sie Lust dazu haben?“

Misslich, schließlich brauchen Harry und Meghan die eigentlich ja gut beleumundete wohltätige Arbeit in ihrem Portfolio, denn sie akkumuliert symbolisches Kapital, den guten Ruf, der sich in ihrem postroyalen Charity-Start-up irgendwann in klingende Münze verwandeln muss. Die beiden sind zwar einigermaßen wohlhabend, aber ihr aufwendiger Lebenswandel in Los Angeles dürfte das Ersparte schnell aufbrauchen. Wie gut, dass Meghan und Harry kürzlich einen Deal mit Netflix abschlossen, der insgesamt rund 140 Millionen Dollar schwer sein soll. Dabei sollen die beiden allerdings nicht nur nette Filme produzieren: Die Bild-Zeitung will erfahren haben, dass sie in einem Reality-Format auftreten werden.

Keeping up with the Royals … Harry und Meghan auf den Spuren Kim Kardashians? Da wäre der Gossip dann wieder ganz weit vorn.

Julio Iglesias, 76, gibt endlich Entwarnung. Nach seinem mehrwöchigen Schweigen und unzähligen Fans in Angst und Bange hat der spanische Schlagersänger den Spekulationen über seinen Gesundheitszustand ein Ende gesetzt: „Vor zweieinhalb Monaten habe ich mir bei einem blöden Sturz von einer kleinen Brücke in meinem Haus fast das rechte Bein und den linken Knöchel kaputtgemacht.“ So enthüllte es der nunmehr Auferstandene auf Instagram. Seitdem habe er kaum gehen können und sich daher die Zeit damit vertrieben, einige seiner alten Konzerte auf Video anzuschauen – auch davon sind bei Instagram einige zu sehen. Das muss ihn so sehr beschäftigt haben, dass er darüber seine Fans vergaß.

Mitte August waren in der Sendung „Sálvame“ des spanischen TV-Senders Telecinco einige Bilder von Iglesias gezeigt worden, die in Spanien viel Aufsehen und große Sorgen ausgelöst hatten. Die Fotos zeigten, wie der sichtlich abgemagerte und geschwächte Madrilene in Badehose vor seiner Finca in Punta Cana in der Dominikanischen Republik die Unterstützung zweier junger Begleiterinnen im Bikini benötigt, die ihn an den Händen halten, um zum Strand zu gehen. Nach einer sechsjährigen Pause wollte Iglesias im August wieder in seinem Heimatland auftreten. Doch die zwei Monate im Voraus ausverkauften Konzerte waren bereits vor seinem Sturz wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden.

Mit den Spekulationen um seinen Gesundheitszustand sind auch ganz erhebliche geschäftliche Interessen verbunden: Iglesias ist als Latin-Star unerreicht: Der Schmachtbarde wurde 2014 von der Plattenfirma Sony zum erfolgreichsten südländischen Sänger der Musikgeschichte gekürt. Im Laufe seiner 52-jährigen Karriere verkaufte der Sohn eines bekannten Gynäkologen über 300 Millionen Tonträger. Er sang in 14 Sprachen, unter anderem auch viele Lieder auf Deutsch. Er erhielt rund 2600 Platin- und Gold-Plattenauszeichnungen.

Martin Brambach, 52, backt finanziell etwas kleinere Brötchen, pflegt aber dennoch einen lockeren Umgang mit dem Geld. Jedenfalls war das in jungen Jahren so: Der vielfach ausgezeichnete Schauspieler („Tatort“, „Yella“, „Oh Boy“) räumte jetzt in der „NDR Talk Show“ ein, dass er wegen seiner Schulden zeitweise „nicht mehr schlafen“ konnte. Losgegangen sei es, als er mit 22 Jahren fest am Wiener Burgtheater engagiert war: „Ich habe bei der Bank gefragt, ob ich so etwas wie einen Kredit haben könnte. Und dann habe ich 10.000 Mark mit einer Freundin auf den Kopf gehauen.“ Dies habe sich „ein bisschen durch mein Leben“ gezogen: „Immer hat ein Banker gefragt: ,Na, Herr Brambach, wie viel wollen Sie?‘“

Der Schauspieler Martin Brambach: „schlaflose Nächte“.
Foto: dpa/Daniel Reinhardt

Festanstellung ist offenbar gleichbedeutend mit Kreditwürdigkeit. Und dann wird aus den kleineren Schuldenhäufchen ein ganzes Kreditgebirge: „Nach einer Zeit sagten sie, jetzt müssten wir das Minus mal zu einem kleinen Kredit zusammenschnüren, und dann hatte ich, als ich nach Berlin ging, 50.000 Mark Schulden und konnte nicht mehr schlafen.“ Brambach wurde 1967 in Dresden geboren und wuchs in Ost-Berlin auf. 1984 ging er nach Westdeutschland. Neben vielen Kinofilm- und TV-Engagements war er in Bochum, Köln, Wien und Berlin am Theater tätig. 2017 erhielt er den Deutschen Schauspielpreis für seine Nebenrolle in „Der Fall Barschel“.