Prinz Harry und Herzogin Meghan rufen die Amerikaner auf, zur Wahl zu gehen.
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Prinz Harry, 36, und seine Frau Meghan, 39, haben die Bekanntgabe der 100 einflussreichsten Menschen der Welt dazu genutzt, sich in einem Video bei den Geehrten und beim „Time Magazine“ zu bedanken, das diese Liste jährlich erstellt. Das Paar nutzte die Gelegenheit aber auch für einen Wahlaufruf. Sie appellierten an die Amerikaner, bei der US-Präsidentschaftswahl am 3. November ihre Stimmen abzugeben.

Zu Wort meldeten sich die Herzogin und der Herzog von Sussex aus ihrem Garten im kalifornischen Santa Barbara. Auf einer Holzbank sitzend, ergriff Meghan das Wort und wies darauf hin, dass es nur noch sechs Wochen bis zur Wahl seien. „Wenn wir wählen, werden unsere Werte zu einer Handlung und unsere Stimmen werden gehört“, sagte die Amerikanerin, die seit 2018 mit dem britischen Prinzen verheiratet ist. „Deine Stimme erinnert daran, dass du wichtig bist. Weil du es bist. Und du verdienst es, gehört zu werden.“

„Alle vier Jahre hören wir dasselbe, dass dies die wichtigste Wahl in unserem Leben ist. Aber diese ist es wirklich“, so die Herzogin, die bereits im August beim Wahlaufruf der gemeinnützigen Organisation When We All Vote mitgemacht hatte. Harry ergänzte, er könne in den Vereinigten Staaten nicht wählen, habe dies aber auch in Großbritannien nie gedurft. Mitglieder des Königshauses verhalten sich normalerweise neutral und gehen traditionell nicht wählen. Je näher der November rücke, so Harry, desto wichtiger sei es, Hatespeech, Falschinformationen und Online-Negativität zurückzuweisen.

Nun hat das Paar zwar keine direkte Wahlempfehlung gegeben und auch keine Namen genannt, da Meghan aber als Kritikerin von US-Präsident Donald Trump bekannt ist, dürfte die Stoßrichtung klar sein. Ihre Äußerungen werden als Distanzierung zum Amtsinhaber verstanden, der gegen den demokratischen Herausforderer Joe Biden antritt. Trump reagierte auch prompt, als er am Mittwoch bei einer Pressekonferenz auf das Video angesprochen wurde. Mit Blick auf Herzogin Meghan sagte er, er sei kein Fan von ihr, und das habe sie vermutlich auch schon mal gehört. Er wünsche Harry aber „viel Glück, weil er es brauchen wird“.

Das britische Königshaus reagierte auf den Wahlappell verhalten. Harry stehe nicht länger im Dienst des Königshauses, seine Äußerungen seien persönlicher Natur, hieß es in einer Mitteilung. Harry und Meghan hatten sich Ende März vom Königshaus losgelöst. Sie lebten zunächst in Kanada und zogen dann mit Sohn Archie nach Kalifornien.

Mariah Carey, 50, veröffentlicht Ende September ihre Memoiren – und rührt im Vorfeld kräftig die Werbetrommel. Sicher nicht ganz zufällig war etwa der Zeitpunkt vor ein paar Wochen gewählt, als die US-Sängerin an ein Interview mit Talkmasterin Ellen DeGeneres erinnerte, die Carey in ihrer Show vor Jahren mit einer angeblichen Schwangerschaft konfrontiert hatte.

Wie auch immer, in dem gänzlich unbescheiden mit „The Meaning of Mariah Carey“ betitelten Buch soll es auch um ihr Aufwachsen als nicht-weiße Frau und um ihre Beziehungen gehen. Das erzählte Carey jetzt der US-Talk-Ikone Oprah Winfrey. Das entsprechende Interview soll am Donnerstag (Ortszeit) auf Apple TV ausgestrahlt werden, eine kleine Preview ist aber bereits verfügbar.

Ein kleiner Vorgeschmack aufs Interview.

Video: YouTube

Darin berichtet die fünffache Grammy-Preisträgerin von ihrer Romanze mit dem ehemaligen US-Baseballprofi Derek Jeter. Carey nannte ihn einen „Katalysator“, der es ihr möglich gemacht habe, ihre Ehe mit dem Musikmanager Tommy Mottola zu beenden. Mottola hatte Carey als Columbia-Manager 1988 unter Vertrag genommen und sie zum Star gemacht. Im Juni 1993 heirateten die beiden, 1998 ließen sie sich wieder scheiden. „Derek hat mir geholfen, aus der Beziehung herauszukommen“, erklärt Carey in dem Interview.

Die Sängerin war später in zweiter Ehe mit dem Comedian und Schauspieler Nick Cannon verheiratet, mit dem sie 2011 die Zwillinge Monroe und Moroccan bekam. Auch um die beiden inzwischen neun Jahre alten Kinder soll es in den Memoiren gehen. „Die Kinder zeigen mir tatsächliche Liebe, sie sind meine Familie“, so Carey. Für alle, die mehr erfahren wollen: „The Meaning of Mariah Carey“ erscheint am 29. September.

Michelle Obama, 56, hat in der Talkshow von US-Moderator Conan O’Brien vom Zusammenleben ihrer Familie in Pandemiezeiten berichtet. In der frühen Phase seien alle noch ganz erfreut gewesen, so viel zusammen zu sein, jeder habe tagsüber für sich gearbeitet, abends sei man dann zusammengekommen, um zu spielen oder zu malen. Dann aber, nach einigen Wochen, sei es nicht mehr ganz so entspannt gewesen. „Ich denke, unsere Kinder hatten uns irgendwann satt – was in Ordnung ist, weil wir sie auch satt hatten“, berichtete die ehemalige First Lady und Ehefrau von Barack Obama. Die Obamas haben zwei Töchter, die 22-jährige Malia Ann und die 19-jährige Natasha.

Michelle Obama berichtet über ihr Familienleben.

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Beide Töchter sind noch nicht an ihre Universitäten zurückgekehrt, sie nehmen an Online-Vorlesungen teil, berichtete ihre Mutter. „Sie sind nicht gerade begeistert, noch länger bei uns zu bleiben.“ Malia besucht die Harvard University, Natasha ist an der  University of Michigan eingeschrieben.

Die Ehe mit Ex-US-Präsident Barack Obama habe allerdings keinen Corona-Schaden genommen: „Er hatte keine Zeit, mir auf die Nerven zu gehen, weil er an seinem Buch arbeiten musste“, witzelte Michelle Obama, die ihre Memoiren bereits vor zwei Jahren unter dem Titel „Becoming“ herausgebracht hat. Ihr Mann will den ersten Band seiner Lebenserinnerungen nach der diesjährigen US-Wahl veröffentlichen. Die Obamas sind seit 1992 verheiratet.