Prinz Harry, 36, und seine Frau Herzogin Meghan, 39, haben sich einige Zeit gelassen und jetzt acht Monate nach der Gründung ihrer „Archewell-Stiftung“ ein erstes, prestigeträchtiges Förderungsprojekt angekündigt: Gemeinsam mit der Hilfsorganisation „World Central Kitchen“ wollen sie ein weltweites Netz von Stützpunkten aufbauen, von denen aus Menschen in Katastrophengebieten mit Essen versorgt werden sollen. So meldet es das Portal für Wirtschaftsnachrichten Bloomberg.

Das wäre in der Tat ein Coup für das postroyale Charity-Business von Harry und Meghan. „World Central Kitchen“ wurde 2010 von dem spanisch-amerikanischen Koch José Andrés, 51, nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti als schnelles Hilfsangebot ins Leben gerufen. Die Organisation hat seitdem mehr als 50 Millionen Mahlzeiten verteilt, unter anderem nach den beiden Hurrikanen „Maria“ und „Irma“ (2017) in Puerto Rico und an Überlebende der Feuerkatastrophen in Kalifornien.

Die von der „Archewell-Stiftung“ geförderten Küchenzentren sind nicht nur für den Notfall gedacht, sondern sollen auch die Voraussetzungen schaffen für andere Einrichtungen wie Gemeinde- und Bildungszentren sowie Krankenhäuser. Ziel des integrativen Ansatz seien nachhaltige Strukturen. „Die Gesundheit unserer Gemeinschaften hängt davon ab, sich mit unserer gemeinsamen Menschlichkeit zu verbinden“, erklären Harry und Meghan die Förderungsidee.

Geplant sind vier solcher Zentren. Das erste wird auf der karibischen, immer wieder von Hurrikanen heimgesuchten Insel Domenica gebaut und soll schon Anfang 2021 geöffnet werden. Das zweite Zentrum wird in Puerto Rico angesiedelt sein. Die beiden anderen Standorte wurden von der „Archewell-Stiftung“ nicht bekannt gegeben. Der Herzog und die Herzogin äußerten sich laut Bloomberg auch nicht zu dem Geldbetrag, den sie zur Einrichtung der Notküchen bereitstellen wollen.

Die Kosten für jedes Zentrum variieren je nach Standort. Allerdings schätzt Nate Mook, geschäftsführender Direktor bei „World Central Kitchen“, dass für jede Einrichtung eine Anfangsinvestition von mindestens 50.000 Dollar erforderlich wäre, um den Betrieb aufzunehmen. Das sind überschaubare Summen: Abgesehen davon, dass Harry und Meghan über ein gewisses Vermögen verfügen, ist das Paar zuletzt auch sehr erfolgreich bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder gewesen.

Erst vergangene Woche wurde gemeldet, dass beide nun auch Podcasts produzieren wollen und einen Vertrag mit dem Audio-Streamingdienst Spotify unterzeichnet haben. Man werde „aufbauende und unterhaltsame Geschichten“ erzählen, hieß es dazu. Zuvor hatten Harry und Meghan unter anderem mit dem Streaming-Riesen Netflix einen millionenschweren Deal abgeschlossen. Kurzum, das postroyale Business läuft. Das soziales Prestige der Marken Sussex und Archewell zahlt sich aus.