Köln - Enissa Amani ist sauer, so sauer, dass ihr kaum einer folgen kann, so schnell spricht sie, auch sie kann sich selbst manchmal nicht mehr folgen, so scheint es. Ihre Gedanken überschlagen sich, sind erst auf Sizilien und dann auf Kuba, beim Judentum, dann bei radikalen Christen in den USA. Ihre Argumentationskette bricht, sie strauchelt. Frank Plasberg macht mit den Händen beruhigende Gesten. Der Moderator scheint zu ahnen, dass Amani, macht sie jetzt so weiter, hier als Lachnummer des Abends herausgehen wird.

Dann aber sagt Amani, eine Comedian, positioniert neben einem Politologen, einem Minister, einer studierten Theologin und einem Bundestagsabgeordneten, den wichtigsten Satz in dieser Islamdiskussion: „Wir kreieren uns ein großes Feindbild, anstatt dass wir uns auf kleine radikale Gruppen konzentrieren.“

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