Die teuerste Katze der Welt ist nicht etwa die allgemein bekannte Perserkatze mit der flachen Nase und dem flauschigen Fell, es ist die erst seit rund 40 Jahren gezüchtete Savannah-Katze, die Kreuzung eines Servals mit einer Hauskatze, wobei der Serval eine in Afrika beheimatete Wildkatzenart ist. So eine Katze mit dem Serval-typischen Tupfenmuster und größer als normale Hauskatzen kostet zwischen 1000 und 10.000 Euro, wobei sich der Preis vor allem nach dem Wildtieranteil richtet. Je höher der ist, desto teurer die Katze. Paart man ein Serval-Männchen mit einer Hauskatze, so liegt der Anteil bei den Nachkommen bei 50 Prozent, paart man aber einen dieser Nachkommen wiederum mit einem Serval, so steigt er auf 75 Prozent. So wird hier gerechnet.

Der Lockruf der Wildnis ist immer noch vernehmbar

Da hat der Mensch in seiner Entwicklung wirklich alles getan, um sich die Natur vom Leib zu halten. Er lebt in klimatisierten Doppelhaushälften und Etagenwohnungen, hat die Erde mit Asphalt überzogen, über den er sich in einem Gestank ausstoßenden Metallkasten bewegt, und wenn er wirklich mal im sogenannten Freien übernachtet, dann mindestens im Schutz eines Campingplatzes, von einer Nylonhülle umgeben, die er mit einem Reißverschluss vom Draußen abriegelt. Und viele schlafen trotzdem nicht gut. Aber der Lockruf der Wildnis ist offenbar noch immer vernehmbar.

Wobei diese Faszination in der Savannah einen eher perversen Ausdruck findet, denn letztlich ist ihre widernatürliche Zucht nur ein besonders kapriziöser Beweis dafür, dass sich der Mensch die Erde untertan gemacht hat. Sie ist halb wild und trotzdem ein freundliches Haustier. Ihre Wildheit offenbart sich vor allem in ihrem Bewegungsdrang und beim Futter. Die trockenen Brekkies würde die Savannah verweigern. Sie mag es roh oder geht selbst höchst erfolgreich auf die Jagd. Australien hat deshalb schon erwogen, per Gesetz zu verbieten, dass diese Katzenart draußen frei herumlaufen darf.