Helena Bonham Carter, 54, muss auch sehen, wo sie bleibt. Wir kennen die Schauspielerin von den „Harry Potter“-Filmen, aus dem „Fight Club“, „The King’s Speech“ und zuletzt der Fernsehserie „The Crown“, die Britin wurde bereits zweimal für den Oscar nominiert … Und nun macht sie Werbung für eine Dating-App namens Bumble. Bonham Carter versteht ihr Engagement allerdings als Dienst an den Menschen: Die hätten es in Zeiten des Lockdowns ohnehin schon schwer genug, sich kennenzulernen, das Coronavirus erschwere das Zusammenleben ganz erheblich. Also könne da eine App segensreich wirken?

Nein, so einfach ist es dann auch nicht, wie Bonham Carter in einem Video ausführt. „Bumble hat seine Nachforschungen angestellt und festgestellt, dass viele Singles das Gefühl haben, ein Jahr verloren zu haben und das niemals aufholen werden. Das ist natürlich neurotischer Unsinn und zugleich völlig verständlich.“ Alleinstehende Frauen sollten sich also nicht schuldig fühlen, wenn sie in der Pandemie nicht versucht haben, jemanden zu treffen. „Dieses Jahr war ein unmögliches Jahr. Aber Unmöglichkeit ist immer noch die Mutter der Kreativität und es gibt immer noch Möglichkeiten, Leute online zu treffen.“

Womit sie dann bei ihrem eigentlichen Thema angelangt wäre, der Bumble-App. Möchte man jedenfalls glauben. Aber dann setzt sie die Vernunft wieder in ihre Rechte mit einem riskanten und zugleich eleganten Tipp: „Ich habe einige Single-Freunde, denen dieses Jahr sehr zu schaffen macht. Sie sollten sich einen Vibrator und eine schwere Decke zulegen und sich zurückziehen. Wenn die Welt total aus den Fugen geraten ist, dann sind das die Zeiten, zu Hause zu bleiben … Haltet durch und setzt euch vorerst keine großen Ziele – außer am Nachmittag Tee zu trinken.“

Jörg Pilawa, 55, kann sich zurzeit nicht über einen Mangel an Arbeit beklagen. Der Hamburger Moderator ackert und rackert sich derzeit durch einen wahren Sendemarathon. „Es ist natürlich auch dem Corona-Jahr geschuldet, dass wir jetzt innerhalb von sieben Wochen fast 90 Sendungen aufzeichnen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. In den vergangenen Wochen habe er nicht nur 35 Folgen der „NDR Quiz Show“ aufgezeichnet, sondern auch 29 Folgen des neu aufgelegten Klassikers „Das Quiz mit Jörg Pilawa“ gedreht sowie zweimal das „Quiz ohne Grenzen“ und die „ARD-Silvester-Show“.

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Moderator Jörg Pilawa: „Ich komme schon körperlich an meine Grenzen.“

Der Mann hat vorgearbeitet: „Ich bin schon im Jahr 2021.“ Pilawa will sich ob der vielen Arbeit nicht beklagen: „Ich bin ja froh, dass wir überhaupt arbeiten und aufzeichnen können. Aber ich komme schon körperlich an meine Grenzen.“ Am 11. Dezember schließt sich sein letztes TV-Türchen mit einer Spezialausgabe der „NDR Talk Show“ live zur Spendenaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“. Dann ist endlich Ruhe und „wahrscheinlich der Akku leer“. Wie er Weihnachten feiern werde, stehe noch nicht fest. „Das lassen wir jetzt einfach mal auf uns zukommen.“

Prinz William und seine Frau, Herzogin Kate (beide 38), wissen auch noch nicht, wie sie die Weihnachtstage verbringen werden. „Es ist so schwierig, wir versuchen immer noch, Pläne zu schmieden“, sagte William jetzt bei einem Besuch in der walisischen Hauptstadt Cardiff. Das Paar traf sich mit Studentinnen und Studenten, die über psychische Herausforderungen wegen der Pandemie berichteten. Kate, in geblümter Maske, rotem Mantel sowie Schal und Rock mit Tartan-Muster, und William besichtigten zudem Weihnachtsstände. „Es ist nicht so einfach zu sagen, was am besten ist“, sagte William mit Blick auf Corona-Beschränkungen.

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Prinz William und Herzogin Kate im weihnachtlichen Ambiente.

Der Besuch war Teil einer 1250 Meilen (mehr als 2000 Kilometer) langen Reise mit dem royalen Zug durch England, Schottland und Wales. Dabei wollte das Paar unter anderem Helden der Corona-Krise treffen. Der britische Premierminister Boris Johnson lobte Kate und William für ihre Fahrt durchs Land – dies hebe die Stimmung. Hingegen kritisierte der walisische Gesundheitsminister Vaughan Gething die Reise. Er hätte es begrüßt, wenn in dieser Zeit „niemand unnötige Besuche macht“, sagte Gething bei BBC Radio 4.