Helge Schneider bei seinem Berlin-Konzert am 7. September 2020.
Foto: dpa/Fabian Sommer

Berlin - Helge Schneider, das Phänomen, das Multitalent, der Eigenbrötler, Poetryslammer, der Tausendsassa, Künstler, Musiker, Schauspieler, Sänger. Was gibt es nicht noch alles, was in dieser Liste fehlt? Es hat etwas Bewegendes, in der Waldbühne zu sitzen, inmitten von 3000 sozial distanzierten Menschen, und mit Helge Schneider ein Stückchen Normalität zurückzugewinnen. Irgendwie gehört Helge Schneider zu dieser verschollenen Normalität ja dazu. Und zugleich funktioniert seine Kunstfigur nur, wenn um ihn herum sich diese schale Normalität aufbäumt, im Gewand des grauen Alltags, wogegen Schneiders schräge Witze wie eine Art Kontrastprogramm opponieren. Die wortgewandten Loops und U-Turns in den Pointen von Helge Schneider sind als absurde Abgrenzung zum tristen Normalbetrieb zu verstehen. 

In der Waldbühne Berlin waren zum Helge-Schneider-Konzert 3000 Menschen da.
Foto: dpa/Fabian Sommer

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