Hengameh Yaghoobifarah posiert für ein Werbeplakat des KaDeWe.
Foto: Screenshot von der KaDeWe-Website https://store.kadewe.de/fashion/editorial-portraits/ / Berliner Zeitung

Berlin - Hengameh Yaghoobifarah ist für die nächste Überraschung gut: Die taz-Kolumnistin ist derzeit auf einem überlebensgroßen Poster in einem Schaufenster des KaDeWe am Tauentzien abgebildet. Sie trägt einen Ledermantel der Luxusmarke Marni für 3900 Euro und Ankle Boots für 459 Euro. Ja wirklich, sie ist Teil einer Werbekampagne des Kaufhauses. Zusammen mit anderen Leuten, die sich die richtig teuren Hosen, Westen, Stiefel, die sie tragen, vielleicht gar nicht leisten können.

Vor allem sind sie aber das, was man heutzutage mit dem Begriff „divers“ zusammenfasst, haben etwa einen post-migrantischen oder sexuell diversen Hintergrund. Manche sind auch einfach nur älter, als es Models üblicherweise sind. Neben Hengameh Yaghoobifarah, die iranische Wurzeln hat und sich als nicht-binär bezeichnet, ist etwa auch Aaliyah Adeyemi abgebildet, Aktivistin aus Berlin, oder Kieu My Le, eine Berliner Studentin. Menschen mit Diskriminierungserfahrung in einem Hochglanzkontext. Diverse Identität als Marketinginstrument.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.