Spät in der Nacht, als es immer noch kein anderes Gesprächsthema gab als dieses eine, fragte sich Gruner+Jahr-Vorstandschef Bernd Buchholz, ob sein Haus dem Journalismus Gutes tue oder ihm womöglich schade, wenn Jahr für Jahr gestritten wird, ob die Jury des Henri-Nannen-Preises richtig entschieden hat.

Im vergangenen Jahr drehte sich die Debatte um die Frage, ob ein Reporter kenntlich machen muss, wenn er eine Szene rekonstruiert statt aus eigenem Erleben zu beschreiben. Da er das nicht getan hatte, bekam René Pfister den Henri nachträglich wieder aberkannt. Die Jury war damals kurz davor, sich zu zerfleischen, und der Spiegel schrieb, „der Henri-Nannen-Preis war der wichtigste deutsche Journalisten-Preis“. In diesem Jahr könnte sich die Debatte darum drehen, ob presseethisch zweifelhafte Medien wie die Bild-Zeitung beim Henri-Nannen-Preis einem Ausschlusskriterium unterliegen. Debatten dieser Art sind selten sachlich und provozieren Häme.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.