Am Donnertagabend war in der Berliner Neuen Nationalgalerie immer wieder scharfes Durchatmen zu hören. Selbst Hermann Parzinger, dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, schienen manchmal die Gesichtszüge zu entgleiten. Dabei skizzierte sein Pendant auf dem Podium, Max Hollein, Direktor des New Yorker Metropolitan Museums, nur die aktuellen Verhältnisse: Eine Milliarde Dollar könne er ausgeben, um in zehn Jahren etwa ein Viertel der Ausstellungsflächen zu überarbeiten. Vier Milliarden Dollar Stammkapital gebe es, aus dessen Zinsen selbst in Niedrigzinszeiten neue Kunstwerke erworben werden. Unzählige Reiche spendeten für Projekte, Bauten, Neuerwerbungen. Die Sammlungen seien zu großen Teilen bereits digital verfügbar, das Internetlexikon Wikipedia werde systematisch mit Materialien aus dem Museum illustriert, ebenso Computerspiele wie Minecraft. Etwa 50 Mitarbeiter seien für solche Aufgaben abgestellt. Parzinger gab gewunden zu: In den Staatlichen Museen sei es eine Person, die sich um den Social-Media-Bereich kümmere.

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