Berlin - Das erste Mal, als ich Igor Levit live erlebte, war 2014, an einem gräulichen Lesebühnenabend des „60pages“-Projekts, unter einer Plastikplane im Wedding. Wie er so spielte, ging einem ein Licht auf. Seitdem hat der 33-jährige Pianist eine exponentielle Weltkarriere hingelegt. Von der Philharmonie bis zur Carnegie Hall bespielt er heute die wichtigsten Konzerthäuser. 2020 machten seine live-gestreamten Hauskonzerte das Lockdown-Dasein erträglicher.

Doch Levit ist noch viel mehr: So spielte er etwa nach dem Neonazi-Anschlag in Halle vor der Neuen Synagoge. Am Dienstagvormittag demonstrierte er unter dem Motto „Flügel statt Flügel“ vor dem Brandenburger Landtag gegen die Wahl des neuen AfD-Fraktionsvorsitzenden. Auf Twitter kennt man ihn als scharfen Kritiker gegen Rechts. Für sein Engagement erhielt Levit im Oktober das Bundesverdienstkreuz.

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