Ausschnitt: Spitzwegs Ironie anno 1857 : Die Göttin der Gerechtigkeit ist lädiert. Eine Waagschale fehlt, der Stein bröselt, die Augenbinde sitzt locker.
Abbildung: Neumeister/Christian Mitko

Berlin-Kann sein, dass Hitlers Kunstschergen nicht so genau hingeguckt haben. Auch der Diktator, der das Gemälde unbedingt für sein Linzer „Führermuseum“ haben wollte, muss Tomaten auf den Augen gehabt haben: Ein Bild, dass die staatlichen Zustände kritisiert, das offensichtlich die Zensur reaktionärer Politiker provoziert. Dass Carl Spitzweg, der berühmteste Maler des Biedermeier, ein veritabler Spötter der seinerzeit die gesellschaftliche Idylle vorgaukelnden und nach der Revolution 1848 restaurativen   Politik gewesen ist, war ja eigentlich bekannt.

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