J.R.R. Tolkiens "Hobbit"-Saga kommt nicht wie ursprünglich geplant in zwei, sondern in drei Teilen in die Kinos. Das teilten die Produktionsfirmen New Line Cinema und Warner Bros. am Montag mit. Der neuseeländische Regisseur Peter Jackson erklärte, die Idee zu einem dritten Film sei erstmals beim Durchgehen des Materials für den ersten Film gekommen.

Angesichts des Reichtums der "Hobbit"-Geschichte, der Stärke der Charaktere und der Schauspieler habe sich die Frage aufgedrängt: "Müssen wir mehr erzählen? Und die Antwort, aus unserer Sicht als Filmmacher und als Fans, war ein klares Ja ohne Vorbehalte."

Die Verfilmung von "Der kleine Hobbit" ist bereits in der Mache, seit März 2011 laufen die Dreharbeiten. Bei allen drei Teilen arbeitet Jackson den Angaben zufolge mit den US-Studios Warner Bros. und MGM zusammen. Der britische Schauspieler Martin Freeman übernimmt die Hauptrolle als Bilbo Beutlin, an seiner Seite spielen Orlando Bloom, Elijah Wood, Ian McKellen und Cate Blanchett in dem Fantasy-Epos mit.

Der erste Teil, "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise", soll im Dezember in die Kinos kommen, der zweite Teil, "Der Hobbit - Hin und Zurück", etwa ein Jahr später. Die Premiere des neu angekündigten dritten Teils ist für Sommer 2014 geplant.

Regisseur wirft das Handtuch

Das "Hobbit"-Filmprojekt war immer wieder verzögert worden. Der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro, der die Filme ursprünglich hätte drehen sollen, warf im Mai 2010 entnervt das Handtuch. Daraufhin übernahm Peter Jackson. Der hatte bereits Tolkiens Trilogie "Der Herr der Ringe" gedreht, die Filme wurden mit insgesamt 17 Oscars ausgezeichnet.

Tolkien hatte "Der kleine Hobbit" 1937 vor dem "Herrn der Ringe" geschrieben, auch die Handlung setzt chronologisch vor dem "Herrn der Ringe" an. Im Mittelpunkt der Fantasy-Geschichte steht der Hobbit Bilbo Beutlin aus dem beschaulichen Mittelerde, der sich zusammen mit 13 Zwergen und dem Zauberer Gandalf auf die Konfrontation mit einem Drachen vorbereitet. (AFP, dapd, dpa)