Es ist der 8. März 1989. Der Bewohner einer Villa in Berlin-Zehlendorf findet im Gebüsch seines Gartens eine Leiche. Dann wird auch die Hülle eines Ballons im Geäst eines Baums an der Potsdamer Chaussee gefunden. Tags darauf haben die West-Berliner Zeitungen alle dieselbe Nachricht auf der Titelseite: Tödliche Flucht mit dem Ballon von Ost nach West. Der 32 Jahre alte Winfried Freudenberg aus Lüttgenrode im Harz war der letzte Mauertote. Acht Monate später war die innerdeutsche Grenze geöffnet.

Alexander Schmid hat sich damals sämtliche Zeitungen gekauft, er hat sie aufbewahrt, und nun sitzt er in einer Wilmersdorfer Wohnung und zeigt auf ein Modell: „Das hier ist Ost-Berlin, Pankow-Blankenfelde, Kleingartenanlage Blankenfelde.“ Wir sind mitten in der Probe für ein Theaterprojekt, in dem Julian Klein vom Institut für künstlerische Forschung Berlin Regie führt.

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