Renate Krößner in der Rolle, die sie zur Berlinale brachte: Solo Sunny.
Foto: DEFA-Stiftung/Dieter Lück

Berlin - Soll ich von Anfang an erzählen? Ich habe die Rolle in „Solo Sunny“ bekommen, weil mich Konni Wolf, also der Regisseur Konrad Wolf, in einigen Filmen gesehen hatte und in dem Stück „Cyankali“ von seinem Vater. Zu einem Casting musste ich nicht. Als ich 1979 das Drehbuch von Wolfgang Kohlhaase in den Händen hatte, habe ich gedacht: Hammer Geschichte, aber das werden die nie machen. Ich lese wieder was, das verboten wird. Ich hatte zum Beispiel in „Eine Pyramide für mich“ nach einem Roman von Karl-Heinz Jakobs eine Hauptrolle, der kam viel später und gekürzt ins Kino. Und auch eine Hauptrolle in „Feuer unter Deck“ mit Manne Krug – wegen seiner Unterschrift gegen die Biermann-Ausbürgerung wurde der Film verboten. „Solo Sunny“ zu genehmigen, fiel den Kunstentscheidern wahrscheinlich leichter, weil man bei Konni Wolf darauf vertraute, dass er auf jeden Fall integer war.

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