Für das umstrittene Kreuz auf dem Berliner Schloss liegt schon seit 2013 eine Baugenehmigung vor. Das geht aus der schriftlichen Antwort des Bausenats an den Grünen-Abgeordneten Andreas Otto hervor. Die „Vollkonstruktion der historischen Außenkuppel einschließlich Laterne und Kreuz“ sei am 30. Oktober 2013 in einem ersten Nachtrag zu dem Bauprojekt genehmigt worden, hieß es.

Um das Kreuz gibt es Streit, seit der Förderverein kürzlich mitgeteilt hatte, die Kuppel könne dank einer Spende tatsächlich in ihrer historischen Form rekonstruiert werden. 

Kürzlich hatten die Gründungsintendanten Horst Bredekamp, Neil MacGregor und Hermann Parzinger vorgeschlagen, zusätzlich zu einem Kreuz den 40 Meter großen Schriftzug "Zweifel" des Künstlers Lars Ø Ramberg anzubringen. Die monumentalen Leuchtbuchstaben sollen dem Vorschlag nach auf der Ostseite des Daches des Humboldt-Forums angebracht werden, sollte dies statisch und technisch realisierbar sein.

Die Idee kam bei dem Architekten Franco Stella jedoch gar nicht gut an. Stella gewann im Jahr 2008 den Wettbewerb zum Wiederaufbau der ehemaligen Hohenzollernresidenz und schrieb nun, er sehe diesen Schriftzug als eine Verunstaltung seiner Architektur an. 

Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg schlug vor, statt des christlichen Symbols ein Mikroskop auf der Kuppel des rekonstruierten Schlosses zu installieren. (dpa/BLZ)