BerlinEin aufgefächertes Prisma bewegt sich über die Seite und gibt so auch symbolisch den Blick auf die barocke Fassade fei. Der Countdown zählt artig die Sekunden herunter. Das Berliner Humboldt-Forum, dessen Errichtung in den letzten elf Jahren unter viel Baulärm, aber doch auch seltsam geräuschlos über 670 Millionen Euro verschlungen hat, ist eröffnet. Keine Gelegenheit, einem feierlichen Einzug der Honoratioren beizuwohnen, aber auch keine, die zu solchen Anlässen gern praktizierte Berliner Lockerheit an den Tag zu legen. Eröffnung digital – wir tun aus hinlänglich bekannten Gründen der Pandemie so, als ob …

Um auf dem Weg ins technologische Neuland nicht gleich zu Beginn den Überblick zu verlieren, hielt man sich bei der Dramaturgie des am Mittwoch um Punkt 19 Uhr ausgestrahlten Streaming-Events lieber an bewährte Fernsehästhetik. Durch das Programm aus Gesprächen, Videoanimationen und Einspielfilmen führte ZDF-„Morgenmagazin“-Moderator Mitri Sirin, der um routinierte Moderatorenhaltung bemüht war, auch wenn ihm die gewohnte Studioumgebung sichtlich zu fehlen schien.

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