BerlinWenn Lotta und ich unsere Straße entlanggehen, bin ich in der einen Richtung  gleichgültig. Denn ich will keine Energie mit Ärger über Müll, fremden Hundekot, Bürgersteigradfahrer und -autoparker verschwenden. Unterwegs in der anderen Richtung aber haben wir oft unsere Nachbarin Smilla getroffen, das macht mich traurig. Ich vermisse den tänzelnden Gang der Wiszla-Hündin, ihr hüpfendes Rennen, ihr Kopfstupsen, das kein Betteln war, sondern eine Streichel-Aufforderung.

Das soziale Lernen, wie es in der menschlichen Gemeinschaft funktioniert, gibt es auch unter Hunden. Smilla hat Lotta gezeigt, dass es keinen Zweck hat, sich vor entfernten Silvesterknallern zu fürchten, hat demonstrativ das weggeworfene Pizzastück auf der Straße liegenlassen, sodass Lotta es auch nicht mehr attraktiv fand. Smilla lief oft frei und blieb vorm Straßenqueren immer am Bordstein stehen.

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