Berlin - Hundehalter in der Stadt sind durch eine natürliche Solidarität miteinander verbunden. Sie treffen auf genügend Leute, die es abartig finden, so ein Tier zu halten, ihnen wahlweise Quälerei oder Verunreinigung vorwerfen. Sie halten zusammen im Bewusstsein, dass ein Stadthund Einsamkeit vertreibt und für Unterhaltung sorgt, ein soziales Wesen in asozialen Zeiten. Hundehalter sind oft gesprächig und bereit, ihre eigenen Erkenntnisse in Form von Ratschlägen weiterzureichen. Da dies zuweilen etwas anstrengend ist, erweist es sich als Vorteil, selbst für einen Hund verantwortlich zu sein, der sich bei anderen nicht lange mit Schnuppern aufhält und lieber seiner Wege geht. Die zwischenmenschlichen Begegnungen bleiben kurz und wortarm. Doch manchmal tut Hundehaltersolidarität ganz gut.

Als sich kürzlich meine Hündin unterwegs auf einer kleinen geharkten Fläche um einen Straßenbaum erleichterte, wurde ich wüst beschimpft von einer Frau, die aus dem Haus kam. Nehmen Sie Ihr Vieh da weg, rief sie, dabei war das kleine Geschäft schon erledigt. Eine Sauerei ist das, schimpfte sie, dabei war alles längst versickert.

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