Meine Hündin ist eine von der besonders freundlichen Sorte. Für einen Stadthund, finde ich, gehört es sich auch so: gelassen auf Lärm und plötzlich losrennende Menschen zu reagieren, ruhig zu bleiben im Straßengetümmel, geduldig mit Maske beziehungsweise Maulkorb in der U-Bahn zu lagern. Darf ich mal streicheln?, fragen Kinder oft. Dann setzt Lotta sich hin und gibt das Pfötchen und guckt, als würde sie für Fernsehaufnahmen posieren.

Einen Hund zu streicheln, ist etwas sehr Ermunterndes und Ermutigendes. Das Wesen unter den Fingern lebt, strahlt Wärme aus, schmiegt sich in glücklichen Momenten der Hand entgegen, stupst sie gar mit der Schnauze an, damit die Bewegung fortgesetzt werde. Wer solch ein Tier zu Hause hat, braucht sich um die regelmäßige Glückshormonzufuhr keine Sorgen zu machen. Hunde werden in Seniorenheime, Kliniken, Kindergärten und Schulen geschickt, um einsamen oder beunruhigten Menschen Trost zu spenden.

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