Berlin vor dem Klimawandel (Winter 1978)
Foto: Bundesarchiv, Bild 183-T0106-0016 / CC-BY-SA 3.0

Berlin - Es ist ein nachdrücklicher Moment in Schwarzweiß. Die junge Katharina Thalbach mit ihrem Bubikopf lehnt sich aus dem halb geöffneten Fenster, Licht fällt in die gute Stube, schaut nach oben in die Sonne, schaut in den Himmel. Und mit ihr begreifen auch die Zuschauer die Veränderung. Es herrscht Stille! Die Abwesenheit von Lärm wird in ein präzises Bild gegossen. Bis zu diesem Moment ist der Fluglärm im Film „Engel aus Eisen“ von Thomas Brasch allgegenwärtig. Der Film spielt zur Zeit der Luftbrücke 1949, eine Schmugglerbande organisiert sich zwischen den Sektorengrenzen, zwischen Ost und West. Die Szene am Fenster in ihrer Idylle offenbart den Wendepunkt des Films. Solange die alliierten Flugzeuge über Berlin dröhnen, funktioniert der Absatzmarkt.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.