Durch den rotzig-hämmernden Gitarrensound wurde die Botschaft noch provozierender, die Iggy Pop in einem harten Stakkato entgegenschleuderte. „I wish life could be swedish magazines“, heißt es in dem Song „5 Foot 1“ von The Stooges. Die Szenerie schmuddeliger Pornohefte als ersehnte Idylle? So jedenfalls sah das Leben des rabiaten Underground-Stars Iggy Pop vermutlich in keiner Sekunde aus, auch wenn er zu fast all seinen Auftritten viel nackte Haut zeigte, einen fettfreien und haarlosen Oberkörper, der aber gerade durch seine knöcherne Erscheinung unnahbar wirkte. Den Ruf, „Godfather of Punk“ zu sein, hat er sich durch rasende Agilität erworben. Während in der durchaus ähnlichen Erscheinung des Stones-Sängers Mick Jagger vieles zur einstudierten Pose gerann, wirkte Iggy Pop stets wie einer, der sich vor dem Publikum entblößt, aber doch mit dem Rücken zur Wand steht. Existenzielle Not schien aus jeder Pore des Körpers und aus jeder gesungenen Zeile zu strömen.

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