Der Pianist Igor Levit bei einem Fotoshooting für das Musikfest Berlin.
Foto: Robbie Lawrence

Berlin - Ein halbes Jahr ohne Konzert: Wie hat eigentlich die Philharmonie diese Zeit verbracht? Hat sie geschlummert, gedöst, gechillt? Am Dienstagabend, als es zur Eröffnung des Musikfestes endlich wieder so weit war, wirkte der Konzertsaalbau jedenfalls erholt, heiter und erfrischt. Als hätte sich ein wenig immaterielle Patina gelöst, die Abertausende von Veranstaltungen hinterlassen haben müssen. Aber das hat wohl nur mit dem Blick des Betrachters zu tun, der lange nicht mehr hier war. Und mit der Tatsache, dass die architektonische Klarheit nun noch klarer erscheint, weil im Foyer die Menschentrauben fehlen am Büfett und an den Garderoben. Alles geschlossen. Das Saalpersonal mit Mundschutz weist diskret zum Platz, als gehe es um ein konspiratives Treffen.

Igor Levit, dem die Ehre des ersten Konzertes zuteil wurde, hat die vergangenen Monate derweil nicht allzu erholsam gestaltet. Zeitweise trat er täglich in Online-Konzerten auf, gestreamt aus seiner Wohnung; bevor er beim Musikfest nun in acht Konzerten sämtliche Beethoven-Klaviersonaten spielt, hat er das Gleiche schon bei den Festivals in Salzburg und Luzern getan.

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