Berlin - Viel zu tun hatte Tabea Zimmermann als Artist in residence der Berliner Philharmoniker in der vergangenen Saison nicht. Wie schön, dass die große Bratschistin am Dienstag im Kammermusiksaal ein Konzert im Rahmen der „Welcome Back“-Woche des Orchesters gestaltete: Verschiedene Ensembles der Philharmoniker bespielten die Säle und Freiflächen des Kulturforums, um das Publikum in der klingenden Realität zu begrüßen.

Zimmermanns Instrument stand keineswegs im Mittelpunkt, wohl aber das bratschentypische Wechselspiel zwischen Senden und Vermitteln von Impulsen – und hörte man etwa Robert Schumanns Klavierquartett op. 47, wurde derlei Flexibilität fast sichtbar in der regen Blickverständigung zwischen ihr, dem Geiger Noah Bendix-Balgley, dem Cellisten Ludwig Quandt und dem Pianisten Francesco Piemontesi. Auf diese Weise entfaltet das Werk, das oft im Schatten von Schumanns effektvollerem Klavierquintett steht, seine strukturelle Raffinesse: Die Verinnerlichung ist dann kein Nachteil mehr, sondern gibt dem Hörer manches zu denken.

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