Dillon Helbig aus Idaho ist gerade mal acht Jahre alt – und zieht bereits großes Interesse auf sich. Immerhin ist es für einen Jungen in seinem Alter einigermaßen erstaunlich, dass er bereits ein Buch auf den Markt gebracht hat, welches er nicht nur selbst schrieb und illustrierte, sondern auch beherzt in Umlauf brachte.

Der Zweitklässler versteckte seine 81 Seiten umfassende Weihnachtsgeschichte kurzerhand in der örtlichen Bibliothek, wie die New York Times berichtete. Vier Tage hatte Dillon an seinem Buch gearbeitet und wollte dann, dass auch andere Leser in den Genuss der Lektüre kommen. Die Geschichte von „The Adventures of Dillon Helbigs Crismis“, geschrieben von „Dillon His Self“, ist recht schnell erzählt: Im Buch geht der Protagonist auf Zeitreise in die Vergangenheit, nachdem ein Stern auf seinem Weihnachtsbaum explodiert ist.

„Seine Vorstellungskraft ist einfach unglaublich“, sagt Dillons Mutter Susan Helbig. Er schreibe seit seinem fünften Lebensjahr Bücher im Comic-Stil – aber seine Weihnachtsgeschichte hat ihn nun bekannt gemacht. Die Mitarbeiter der Ada Community Library in Boise waren so angetan von Dillons Buch, dass sie sein Werk in der Bibliothek aus dem Versteck holten und prominent platzierten. Außerdem verliehen sie ihm den „Whoodini Award“ für den besten jungen Romanautor.

Susan Helbig
Wurde für sein Buch bereits ausgezeichnet: Dillon Helbig.

Schnell wurden „Die Abenteuer von Dillon Helbigs Crismis“ zu einem der gefragtesten Titel der Bücherei, Ende Januar standen 56 Personen auf der Warteliste. Die Leser stören sich auch nicht an den doch recht zahlreichen Rechtschreib- und Grammatikfehlern im Buch, im Gegenteil. Tragen doch Sätze wie „ONe Day in wintr it wus Crismis!“ nur zur Authentizität und dem ganz eigenen Charme des Autors bei.

Längst ist Dillon ein gefragter Medienstar, nachdem im Januar die Idaho Press und KTVB, ein Fernsehsender in Boise, von seinem literarischen Triumph berichteten. Er habe auch seine Klassenkameraden dazu inspiriert, ihre eigenen Bücher zu schreiben. Inzwischen hat eine örtliche Autorin angeboten, mit Dillon zusammenzuarbeiten und Schreibworkshops für Kinder anzubieten.

Verleger haben bereits die Bibliothek kontaktiert, um das Buch offiziell herauszugeben. Die Bibliothekare wollen ihrerseits zusätzliche Exemplare des Werks anfertigen. Der junge Autor will indes weiter schreiben, hat aber auch noch andere Pläne – er will in Zukunft Spiele entwickeln. An Ideenreichtum und der dafür nötigen Fantasie mangelt es dem Achtjährigen nicht.