Staucha/Sachsen - Immer diese Fragen. Warum sammelt einer vier oder fünf Millionen Bücher aus einem untergegangenen Land und bewahrt sie auf? Peter Sodann, Jahrgang 1936, charakterstark wie immer in seiner großen Karriere als DDR- und BRD-Bürger, als Theatermann, Schauspieler, Kabarettist und Tatortkommissar nervt die Frage sichtlich: „Ist doch alles offenkundig“, brummt er, „schauen Sie doch richtig auf die Welt!“ Wenn er schaut, sieht er Ignoranz, Desinteresse und Missachtung, ja sogar Verachtung dessen, was die DDR an Kultur hervorgebracht hat. Vor allem die Bücher.

Er hat eine Bibliothek gegründet, die seinen Namen trägt und seine Herzensangelegenheit ist. Auf der Internetseite der Peter-Sodann-Bibliothek schreibt er in einem „Entree“: „Bücher sind das Gedächtnis der Menschheit. Sie künden von den Taten der Menschen, von ihrer Liebe und von ihren Tränen, von ihren Träumen und von ihren Lügen, von ihren Gedanken und Gefühlen. In ihnen steht vielleicht nicht immer die Wahrheit, aber auch geglaubte Unwahrheit ist ein stetiger Teil unseres Lebens.“

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