Fritz Kornter wollte, dass Sie seine Prinzessin Eboli würde in der Spielzeit 1949/50 in seiner Inszenierung von Schillers „Don Carlos“ am Hebbel-Theater. Die Kreuzberger Bühne war eine der wenigen, die in den Westsektoren nach dem Krieg überhaupt noch stand. Und Boleslaw Barlog, bei dem sie damals im Westberliner Schlosspark-Theater probierte, sagte: „Pass mal off, Kleene, ick find den ja ooch prima, aber lassn loofen. Lassn loofen, in zwei Jahren biste in Hollywood.“ „Der“, das war der kommunistische Journalist Karl-Eduard von Schnitzler, mit dem Inge Keller frisch verliebt im Berliner Westend lebte. Aber man schrieb das Jahr 1950, und die immer eisigeren Stürme des Kalten Krieges trieben das Paar nach Ost-Berlin. Hollywood hatte da keine Chance. Und Kornter musste sich eine andere Eboli suchen.

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