BerlinDamit kein falscher Eindruck aufkommt: BDS – eine Kampagne, die zum Boykott Israels aufruft und in einer 2019 verabschiedeten Resolution des Bundestages antisemitisch genannt wird – lehnen die Repräsentantinnen und Repräsentanten der „Initiative GG 5.3 Weltoffenheit“ in ihrem Plädoyer ausdrücklich ab. Dennoch: „Gleichzeitig halten wir auch die Logik des Boykotts, die die BDS-Resolution ausgelöst hat, für gefährlich“, erklären sie an gleicher Stelle. Unter Berufung auf die Resolution würden, durch missbräuchliche Verwendungen des Antisemitismusvorwurfs, wichtige kulturelle Stimmen beiseitegedrängt und kritische Positionen verzerrt.

Der Arbeitskreis der Initiative versammelt zahlreiche Schwergewichte des deutschsprachigen Kulturlebens. Dazu zählen etwa der Intendant der Berliner Festspiele Thomas Oberender, die Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin Stefanie Schüler-Springorum, der Direktor des Jüdischen Museums Hohenems (Österreich) Hanno Loewy sowie Vertreter des Deutschen Theaters Berlin, des Goethe-Instituts, der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss.

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