München - Ein verregneter Samstagmittag in München, auf der Bühne der Lach- und Schießgesellschaft, dem legendären, von Dieter Hildebrandt mitgegründeten Kabarett, liegen eine Perücke und ein paar andere Requisiten. Josef Hader, ganz in Schwarz, sitzt an einem leeren Tisch im Zuschauerraum und begrüßt einen herzlich. „Ich finde Hotelzimmer für Interviews immer viel zu deprimierend. Am liebsten würde ich ja alle meine Interviews in großen, halb leeren Kaffeehäusern geben, wie man sie leider nur in Wien findet. Und da dachte ich, die Lach- und Schieß passt doch sehr gut. Denn hier hatte ich meinen ersten Auftritt als Kabarettist in München, hier habe ich mein erstes großes Programm gespielt – und meinen ersten großen Verriss in Deutschland kassiert.“ Hader ist ein zugewandter Gesprächspartner. Und Österreicher, dessen Meinung zur so knapp ausgegangenen Bundespräsidentschaftswahl in der Heimat man gern noch gehört hätte – das Gespräch fand aber vorher statt. Und auch ein Kabarettist braucht mal Abstand: In der Woche nach der Wahl weilt Hader unerreichbar auf Sizilien.

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